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Irdenwerk

Werkstatt

Ein Teller entsteht

Auf dieser Seite zeige ich, wie ein Teller entsteht: vom Tonklumpen über die Formgebung auf der Töpferscheibe bis zu Engobe, Malhorn und Ritzdekor. Die Bildtafeln stammen aus meiner Fotodokumentation.

Engobe und Malhorn

Die Verzierung von Irdenware mit Tonengoben ist eine alte Technik, die seit Jahrhunderten in der Keramikherstellung angewendet wird. Dabei wird eine flüssige Tonschicht, die sogenannte Engobe, auf die noch lederharte oder trockene Keramik aufgetragen. Dies ermöglicht eine Vielzahl von dekorativen Effekten, die von einfachen Farbflächen bis hin zu filigranen Mustern reichen. Eine besondere Methode zur Gestaltung mit Engoben ist die Anwendung mit dem Malhorn, einem traditionellen Werkzeug zur feinen Linienführung und Verzierung von Keramik.

Die Schritte

  • Ton schlagen und kneten, bis keine Lufteinschlüsse mehr im Ton sind.
  • Den Tonklumpen auf der Töpferscheibe zentrieren, öffnen und die Wand hochziehen.
  • Wand und Rand glätten, den Teller auf der Scheibe formen.
  • Den Teller trocknen lassen. Er muss gründlich durchtrocknen, bevor er gebrannt wird.
  • Mit Engobe überziehen und mit Malhorn, Ritztechnik und Sgraffito dekorieren.
  • Im Schrühbrand brennen, dann glasieren und ein zweites Mal brennen.

Bildtafeln

Die Tafeln zeigen die Formgebung und die Dekortechniken in der Reihenfolge der Arbeit.

  • Bildtafel A: Ton schlagen, kneten und auf der Töpferscheibe zentrieren, mit Erläuterungen.
  • Bildtafel B: Der Tonklumpen wird geöffnet und die Wand hochgezogen.
  • Bildtafel C: Die Gefäßwand wird höher gezogen und mit einem feuchten Schwamm geglättet.
  • Bildtafel D: Die Außenwand wird mit einer Metallschiene geglättet, der Rand wird korrigiert.
  • Bildtafel E: Die Tellerform entsteht mit der Töpferschiene an Wand und Boden.
  • Bildtafel F: Der Teller wird angetrocknet, umgedreht und am Boden nachgearbeitet.
  • Bildtafel G: Die Engobe wird in den Teller gegossen und gleichmäßig verteilt.
  • Bildtafel H: Geometrische Muster und Wellenbänder werden mit Malhorn und Ritzwerkzeug aufgebracht.
  • Bildtafel J: Springfederdekor, Schlickermalerei und Ritzdekor an einer historischen Scherbe erklärt.