Ein Teller entsteht

Begleiten Sie uns auf dem Weg zur Entstehung eines kunstvollen Tellers.

Erleben Sie eine inspirierende Darstellung des kreativen Prozesses vom Tonklumpen bis zum fertigen Teller. Eine Dokumentation vom
Tonklumpen über die Formgebung bis zu den Verzierungs- und
Dekortechniken.
Die Formgebung mit der schnell rotierenden Töpferscheibe und das Engobieren

Durch Schlagen und Walken werden alle Luftblasen aus dem Ton entfernt. Der Tonklumpen. wird mehrfach erneut geteilt, wieder zusammengefügt und durchgeknetet, bis alle Luftblasen entfernt sind.

Nach dem Andrücken des Tonklumpens auf dem Drehteller wird der Klumpen mit
Wasser befeuchtet – ein Gefäß mit Wasser und ein Schwamm müssen immer griffbereit stehen – und die Töpferscheibe wird in Bewegung gesetzt. Es bedarf einer gewissen Übung, um dann den Tonklumpen im Zentrum der Scheibe zu halten. Bei großen Gefäßen wie Prunkschüsseln müssen durchaus bis zu 8–10 kg Tonmasse zentriert werden, was viel Kraft in den Armen voraussetzt.

Durch das Hochziehen des Tonklumpens zu einem Kegel und das anschließende Niederdrücken in die Ausgangsform wird die strukturelle Stabilität verbessert.  Anschließend drückt man mit einem, je nach Technik auch mit beiden Daumen in die rotierende Masse und bricht so den Ton auf.
Für die nächsten Schritte benötigt man zwischendurch immer wieder Töpferwerkzeuge, nämlich Töpferschienen (auch „Scheen“ genannt). Heutzutage stehen dem Töpfer vielfältige Töpferschienen aus Holz und Metall zur Verfügung, die für jeden Zweck individuell eingesetzt werden können. Im 18. Jahrhundert hatten die Töpfer meist selbst gefertigte Standardschienen mit der typisch pfeilartigen Form, welche auch als Zeichen für diese Handwerkskunst stand.
 
Mit Hilfe der glatten Seite der Töpferschiene wird der Boden geglättet. Während die Gefäßwand hochgezogen wird, ist immer wieder der Rand zu korrigieren, ebenso wie der kleinsten Unwucht sofort entgegengewirkt werden muss.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Gefäßwand wird höher gezogen, gleichzeitig wird mit einem Schwamm überschüssige Feuchtigkeit weggenommen. Mit der Einbuchtung der Töpferschiene wird der Rand gerundet.
Mit einer Metallschiene wird die Außenwand geglättet und hochgedrückt.  Mit
der runden Seite der Töpferschiene wird die Innenwandung geglättet. Parallel ist auch der Rand zu korrigieren.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mit der runden Seite der Töpferschiene wird die Gefäßwand langsam nach
außen gedrückt. Anschließend wird der Rand abgerundet. Die sogenannte Tellerfahne wird durch gleichzeitigen Druck mit der Töpferschiene von oben und durch das Gegenhalten mit einem Finger von unten herausgeformt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mit einem Draht wird an der Unterkante des Tellers entlang der Drehscheibe gezogen und der Tellerboden auf diese Weise abgelöst. Anschließend muss der fertig gedrehte Teller ca. 24 Stunden trocknen, bis er lederhart ist. . Danach kann der Teller umgekehrt auf die Drehscheibe gelegt und mit einem Abdrehwerkzeug „abgedreht“ werden: Mit diesem Werkzeug schält man den Teller an der Unterseite vorsichtig ab und bringt den Boden auf dieselbe Wandungsdicke wie Wand und Fahne haben.